Didaktik des Schwimmenlernens

Sie haben für sich, bzw. für Ihr Kind eine koordinativ anspruchsvolle Sportart gewählt, die eine gute Wahrnehmung der Wechselwirkungen zwischen Körper und Wasser erfordert. Der Einsatz der Atmung ist anders als an Land, mit Betonung der Ausatmung.

Es gibt ein „mit dem Wasser Schwimmen“ und ein „gegen das Wasser Schwimmen“. Wir möchten unseren SchülerInnen Ersteres vermitteln. Auch wenn wir gerne mal gegen den Strom schwimmen.

Wassergewöhnung heißt mehr als „Angstabbau“, denn im Wasser funktionieren Antrieb, Steuerung, Bremsen nach anderen Prinzipien als an Land. Das Wasser wirkt sehr spürbar auf uns zurück. Eine initiierte Bewegung wirkt durch Gleiten fort, und nur ein optimiertes Wechselspiel aus hier viel und da wenig Widerstand (Antriebsphase und Gleitphase, Zugarm und Stützarm, …) führt zu einer effizienten Fortbewegung.

Die Voraussetzung für Schwimmen ist, dass das Wasser uns trägt. Wir schweben bewegungslos mit dem Gesicht im Wasser. Wasser hat keine Balken, um sich anzuhalten – das Loslösen vom Boden kann für AnfängerInnen mit Angst verbunden sein.

Angst ist ein großes Thema, sie hat immer einen Grund – auch wenn wir ihn nicht kennen. Wir schulen den Mut, indem wir SchülerInnen dabei unterstützen, mit und trotz ihrer Angst weiter zu machen. Bewusst und konzentriert und mit Hilfe wird die Angst kleiner und handhabbar, das stärkt auch das Selbstbewusstsein. Ganz wichtig: die Kinder dürfen auch „nein“ sagen, dann schauen sie einfach vorerst einmal den anderen zu.

Viele Eltern haben es unglaublich eilig mit den Fortschritten ihrer Kinder – das Ergebnis lässt in der Qualität oft zu wünschen übrig. Wir lernen durch Wiederholung, durch Bewusstmachen und Verbalisieren, durch Nachahmung, durch Ausprobieren – das ist das Gegenteil von Alles-gleich-richtig-Machen.

Die Schwimmbewegungen verändern sich von Kursstufe zu Kursstufe, sie entsprechen altersgemäßen Bewegungsformen und werden schrittweise zu einem ausgereiften Schwimmstil entwickelt.

Bei aller Faszination für das Medium Wasser – das wichtige Anliegen ist die Sicherheit. Brav-Sein allein genügt dazu nicht. Es bedarf neben motorischen Fähigkeiten auch der Förderung der Handlungskompetenz, damit die Kinder das Erlernte + ihre eigenen Lösungsmöglichkeiten tatkräftig einsetzen.

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